Überschrift: Inländische Hochleistungsfasern erreichen Meilenstein T1200: CCE 2026 stellt die Niedrig-Altitude-Wirtschaft als nächste Grenze in den Fokus

[SHANGHAI, 3. September 2026] – Die globale Verbundwerkstoff-Community richtete ihren Blick nach Osten, als die 29. China International Composites Industrial Technical Exhibition (CCE 2026) erfolgreich im National Exhibition and Convention Center in Shanghai zu Ende ging. Mit einer Ausstellungsfläche von über 75.000 Quadratmetern begrüßte die Veranstaltung mehr als 970 Aussteller und über 30.000 fachkundige Besucher und stellte damit neue Rekorde auf – ein entscheidendes Fenster in die „qualitative Transformation“ des chinesischen Verbundwerkstoffsektors.
Das auffälligste Highlight war der gemeinsame Aufschwung hochleistungsfähiger nationaler Kohlenstofffasern. Branchenführer wie Zhongfu Shenying und Hengshen präsentierten serienmäßig hergestellte Kohlenstofffasern der Ultra-Hochfestigkeitsklasse T1200. Dieser Meilenstein signalisiert, dass China internationale Monopole bei Kernmaterialien für die Luft- und Raumfahrt erfolgreich durchbrochen hat und sich in bestimmten High-End-Segmenten von einem Nachzügler zu einem Vorreiter entwickelt hat.
2026 gilt weithin als das „Jahr der Wirtschaft im Niedrigaltituden-Bereich“. Ein eigens eingerichteter Bereich für Niedrigaltituden-Verbundwerkstoffe zeigte mehrere vollständig aus Verbundwerkstoffen bestehende eVTOL-Luftfahrzeuge (Electric Vertical Take-off and Landing). Aufgrund extremer Anforderungen an Gewichtsreduktion und strukturelle Integrität machen Kohlenstofffaser-Verbundwerkstoffe mittlerweile 70 % bis 90 % des Luftfahrzeug-Gesamtgewichts bei eVTOL aus und stellen somit die entscheidende technologische Grundlage für die Kommerzialisierung städtischer Luftmobilität dar.
Bei den CCE-JEC-Innovationspreisen HRC (Hengrui Corporation) stand im Mittelpunkt mit seinen automatisierten thermoplastischen Schienenverkehrspanelen. Im Vergleich zu herkömmlichen Duroplasten gewinnen thermoplastische Verbundwerkstoffe aufgrund ihrer Recycelbarkeit und extrem kurzen Verarbeitungszyklen rasch an Bedeutung in neuen Energiefahrzeugen (NEVs) und im Schienenverkehr. Gestützt durch ausgereifte heimische AFP- (Automated Fiber Placement) und ATL- (Automated Tape Laying) Technologien befindet sich die Verarbeitung in einer neuen Phase der hochgradig effizienten, kohlenstoffarmen intelligenten Fertigung.
Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Konzept. Unternehmen wie Swancor und Evonik stellte biobasierte Harze und Lösungen für die Kreislauffähigkeit von Kohlenstofffasern vor. Für die Außerbetriebnahme von Windkraftanlagen-Blättern zeigten Unternehmen wie Nantong Fuyuan fortschrittliche physikalische und chemische Recyclingverfahren mit hoher Eigenschaftserhaltung und etablierten damit eine geschlossene Lieferkette vom Abfall zum hochleistungsfähigen regenerierten Material produkte .

Ein Experte des China Composites Industry Association stellte während des Forums fest, dass der chinesische Verbundwerkstoff-Umsatzwert Ende 2025 313 Milliarden RMB erreichte und damit 38 % des weltweiten Marktes ausmachte. Der Erfolg der CCE 2026 bestätigt, dass die Branche sich in einer entscheidenden Übergangsphase von ‚Größe‘ zu ‚Stärke‘ befindet. Langfristig werden die intensive Entwicklung der Tiefsee-Erkundung, der Wasserstoffspeicherung (Typ-IV-Tanks) sowie der Allgemeinen Luftfahrt noch größeres Wachstumspotenzial für einheimische Verbundwerkstoffe freisetzen.

Fazit: Die CCE 2026 zeigte nicht nur technologische Höchstleistungen, sondern stärkte zudem das Branchenvertrauen. Unter der strategischen Orientierung einer „hochwertigen, grünen und intelligenten“ Entwicklung beschleunigt die chinesische Verbundwerkstoffindustrie ihren Aufstieg an die Spitze der globalen Wertschöpfungskette.
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